5 | Open-Air Konzert


So 25. Aug

15 Uhr


(Eintritt frei)

31. Open-Air Konzert

Junges Sinfo­nie­or­ches­ter Hanno­ver
Tobi­as Rokahr, Diri­gent
Luka Okros, Klavier
Ioana Cris­ti­na Goicea, Violi­ne

Geor­gen­gar­ten in Herren­hau­sen

Manche Konzert­rei­hen entwi­ckeln sich zu wahren Publi­kums­ma­gne­ten. So auch das jähr­lich statt­fin­den­de Open Air Konzert der Chopin-Gesell­schaft Hanno­ver. Es gehört schon lange zu den gut besuch­ten Klas­sik­ver­an­stal­tun­gen der Stadt. Vori­gen Sommer, am letz­ten August­sonn­tag, ström­ten wieder mehr als 7.000 Musik­be­geis­ter­te auf die Wiese vor dem Wilhelm Busch Muse­um, um den Klän­gen des Jungen Sinfo­nie­or­ches­ters und hervor­ra­gen­der Solis­ten zu lauschen. 

Es gibt gewiss viele Grün­de für die Beliebt­heit der Konzer­te unter frei­em Himmel. Im Zentrum steht zwei­fel­los das musi­ka­li­sche Gesche­hen, doch ist es für viele Besu­cher wohl auch ein ange­neh­mer Neben­ef­fekt, beim kollek­ti­ven Pick­nick und in unge­zwun­ge­ner Lässig­keit die Zeit zu genie­ßen. Man kann ein wenig flanie­ren, etwas mit dem Decken- oder Klapp­stuhl­nach­barn plau­dern oder auch mal am Glas nippen.

Das Junge Sinfo­nie­or­ches­ter Hanno­ver 

Das Junge Sinfo­nie­or­ches­ter Hanno­ver gilt seit seiner Grün­dung 1961 durch Prof. Barba­ra Koerppen und Prof. Heinz Hennig als fester Bestand­teil des Hanno­ver­schen Kultur­le­bens. Es hat über 80 Mitglie­der im Alter zwischen 14 und 40 Jahren und besteht aus Schü­lern, aus Studen­ten aller Fach­rich­tun­gen, sowie aus jungen Berufs­tä­ti­gen. Durch das Zusam­men­spiel der erfah­re­nen älte­ren Mitglie­der mit instru­men­tal bereits gut ausge­bil­de­ten, aber im Orches­ter­spiel noch unge­üb­ten jünge­ren Mitglie­dern hat sich ein Klang­kör­per entwi­ckelt, dessen Niveau inzwi­schen weit über Hanno­vers Stadt­gren­zen hinaus bekannt ist.

Der große Wert des Orches­ters liegt in der Gele­gen­heit, möglichst viele junge Instru­men­ta­lis­ten die Orches­ter­ge­mein­schaft bei Reisen, Konzer­ten und Proben­frei­zei­ten erle­ben zu lassen. Seit 1989 gibt das JSO jähr­lich im Spät­som­mer im Geor­gen­gar­ten Hanno­ver ein Open-Air-Konzert, das jedes Mal tausen­de Zuhö­rer anlockt. Bei den von der Chopin-Gesell­schaft orga­ni­sier­ten Konzer­ten wird vor allem jungen, hoch­be­gab­ten Solis­ten eine Auftritts­mög­lich­keit mit Orches­ter gege­ben.


Tobi­as Rokahr, gebo­ren 1972, studier­te an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Hanno­ver Schul­mu­sik, Germa­nis­tik, Musik­theo­rie und Gehör­bil­dung sowie an der Hoch­schu­le für Musik Detmold Diri­gie­ren bei Prof. K.-H. Bloeme­ke. Er war Stipen­di­at der Studi­en­stif­tung des deut­schen Volkes und besuch­te Meis­ter­kur­se für Diri­gen­ten, u.a. bei Sir Colin Davis. Im Jahr 1997 über­nahm er die Leitung des Jungen Sinfo­nie­or­ches­ters Hanno­ver.

Von 2003 bis 2009 war Tobi­as Rokahr Juni­or­pro­fes­sor für Musik­theo­rie und Gehör­bil­dung an der Hoch­schu­le für Musik Mainz. 2004 verlieh ihm die Johan­nes Guten­berg-Univer­si­tät Mainz den „Preis für exzel­len­te Lehre“. Vom Sommer­se­mes­ter 2009 bis Sommer­se­mes­ter 2013 lehr­te Rokahr als Profes­sor für Gehör­bil­dung und Tonsatz an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter „Felix Mendels­sohn Barthol­dy“ Leip­zig. Zum 1. Okto­ber 2013 hat Tobi­as Rokahr den Ruf auf die Profes­sur für Musik­theo­rie an der HMTMH ange­nom­men.

Im Jahr 1997 über­nahm er die Leitung des Jungen Sinfo­nie­or­ches­ters Hanno­ver. Im alljähr­li­chen großen Open Air Konzert der Chopin Gesell­schaft Hanno­ver konzer­tiert er mit Preis­trä­gern der großen inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­be, so z. B. Frank Braley, Euge­ne Murs­ky oder Gwyneth Chen.

Die Solis­ten

Ioana Cris­ti­na Goicea

Ioana Cris­ti­na Goicea gehört zu den heraus­ra­gen­den Violis­tin­nen der jünge­ren Genera­ti­on. 2017 gewann sie den ersten Preis in der renom­mier­ten Micha­el Hill Violin Compe­ti­ti­on in Neusee­land, wo die Pres­se ihre leiden­schaft­li­chen Auftrit­te feier­te und sie zum „neuen Stern am musi­ka­li­schen Firma­ment“ ernann­te. Darüber hinaus errang sie den ersten Preis und den Publi­kums­preis des inter­na­tio­na­len Johan­nes Brahms Wett­be­werbs 2013 sowie den ersten Preis des Concor­so Andrea Postac­chi­ni 2012 in Itali­en. Sie ist Preis­trä­ge­rin des Fritz Kreis­ler Violin-Wett­be­werbs 2014 in Wien und wurde 2017 mit dem Carl-Flesch-Preis der gleich­na­mi­gen Carl-Flesch-Akade­mie, Baden-Baden ausge­zeich­net. 2018 gewann sie den Deut­schen Musik­wett­be­werb …weiter­le­sen

Luka Okros, Klavier

Luka Okros ist einer der viel­ver­spre­chends­ten Pianis­ten seiner Genera­ti­on. Gebo­ren 1991 in Tiflis, Geor­gi­en, begann er im Alter von 4 Jahren sein Klavier­stu­di­um. Mit 5 Jahren gab Luka seine erste öffent­li­che Auffüh­rung und mit 6 gab er sein Debüt mit dem Tbili­si State Orches­tra unter Revaz Takid­ze.

1999 spiel­te Luka im Alter von nur acht Jahren für den führen­den russi­schen Diri­gen­ten und Violi­nis­ten Vladi­mir Spiva­kov, der ihm sofort ein Stipen­di­um und später finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für seinen Umzug nach Russ­land 2004 anbot. Im Jahr 2013 schloss Luka Okros seinen Bache­lor am Moskau­er Tschai­kow­sky-Konser­va­to­ri­um ab. Im selben Jahr erhielt er ein Voll­sti­pen­di­um für einen Master-Abschluss am Royal Colle­ge of Music in London, wo er Klavier bei Prof. Norma Fisher studiert …weiter­le­sen

Programm

Aram Chat­scha­tur­janAuszü­ge aus der „Gaya­neh-Suite“ 
Pablo de Sara­s­a­te Carmen-Fanta­sie
Peter Iljitsch Tschai­kow­ski Klavier­kon­zert Nr. 1 b-Moll op. 23