2019–7 | Karne­val der Tiere


1. Auffüh­rung
2. Auffüh­rung

Aktu­el­le Mittei­lung

Beim star­ken Unwet­ter der vergan­ge­nen Woche gab es einen Wasser­scha­den, der vorüber­ge­hend die Tech­nik im PANORA­MA AM ZOO beein­träch­tigt hat. Mitt­ler­wei­le ist der Scha­den wieder beho­ben und Sie können das Panora­ma gerne vor dem Konzert besich­ti­gen. Behörd­li­che Aufla­gen verbie­ten uns aller­dings, die Konzert­ver­an­stal­tung, wie ursprüng­lich geplant, an diesem Ort statt­fin­den zu lassen. Groß­zü­gi­ger­wei­se stellt uns der Zoo dafür aber den wunder­bar geeig­ne­ten Prunk­saal des Maha­ra­dscha zur Verfü­gung, so dass Sie heute gleich zwei der High­lights unse­res Zoos erle­ben dürfen.

Der Karne­val der Tiere

Den Karne­val der Tiere, mit dem Unter­ti­tel Gran­de fantai­sie zoolo­gi­que, kompo­nier­te Camil­le Saint-Saëns im Janu­ar 1886 in einem klei­nen öster­rei­chi­schen Dorf. Hier verar­bei­te­te er in nur weni­gen Tagen frühe Skiz­zen zum Carna­val, die aus einer Zeit stamm­ten, als er noch als Klavier­leh­rer tätig war (1861 bis 1865). Die Gele­gen­heit, das Werk jetzt nieder­zu­schrei­ben, war ein Konzert, das der damals bekann­te Cellist Charles Lebouc alljähr­lich am Fast­nachts­diens­tag gab. Am 9. März 1886 wurde der Karne­val der Tiere, mit Camil­le Saint-Saëns und Louis Diémer als Pianis­ten, urauf­ge­führt.

Das Werk für Kammer­or­ches­ter moch­te er aber dann doch nicht veröf­fent­li­chen, fürch­te­te er doch um seinen Ruf. Denn abge­se­hen davon, dass er in den Stücken aller­lei Tier­ru­fe durch die Instru­men­te imitier­te, hatte er zudem mehre­re seiner Berufs­kol­le­gen (Jacques Offen­bach bei den „Schild­krö­ten“ und Berli­oz und Felix Mendels­sohn Barthol­dy beim „Elefant(en)“) zitiert. Auch Rossi­ni bleibt nicht verschont, indem eine seiner Arien unter den Fossi­li­en parodiert erscheint. Die Kompo­nis­ten waren zwar zu dem Zeit­punkt schon tot und hätten es ihm nicht verübeln können, gleich­wohl moch­te Saint-Saëns auch deren Bewun­de­rer nicht verär­gern. So erschien das Werk bei seinem Verle­ger Jacques Durand erst nach seinem Tode (16. Dezem­ber 1921), und die erste postu­me Wieder­auf­füh­rung des Werkes erfolg­te zur Karne­vals­zeit am 25. Febru­ar 1922 unter der Leitung von Gabri­el Pier­né in Paris. 

Diese beiden Veran­stalun­gen finden an einem beson­de­ren Austra­gungs­ort statt. Aufgrund der beschränkt zuläs­si­gen Besu­cher­zahl wird das Konzert an zwei aufein­an­der folgen­den Aben­den ange­bo­ten. Nach dem Konzert haben Sie Gele­gen­heit, das Spek­ta­kel im Panora­ma­haus exklu­siv in Ruhe zu genie­ßen. 

Der grüne Turm am Zoo Hanno­ver birgt ein vom bekann­ten Künst­ler Yade­gar Asisi gestal­te­tes Rund­um­bild und Besu­cher­platt­for­men, von denen Sie in bis zu 15 Metern Höhe das welt­größ­te Natur­pan­ora­ma aus unter­schied­li­chen Perspek­ti­ven betrach­ten können. Erle­ben Sie in Amazo­ni­en einen komplet­ten Tag in den Tropen. Vom Sonnen­auf- bis über den Sonnen­un­ter­gang hinaus in die tiefe Nacht zeigt das 32 Meter hohe 360-Grad-Panora­ma den Regen­wald zu allen Tages­zei­ten. Abge­run­det wird das Erleb­nis durch Musik und eine Geräusch­ku­lis­se und eine authen­ti­sche Tag- und Nacht­si­mu­la­ti­on, inklu­si­ve tropi­schem Gewit­ter. 


Die Künst­ler 

GeigenMoritz Ter-Nedden, Yuliia Van
Brat­scheSào Soulez Lari­viè­re
CelloTim Posner
Kontra­bassStefan Milo­ji­cic
Klari­net­teAmelie Preu­ten
KlavierAlex­an­der Voront­sov, Anasta­sia Sokolo­va
FlöteAlice Brie
Schlag­zeugMoritz Wapp­ler
Spre­cherJustin Hibbe­ler